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Protokoll Inland der Bundesregierung Artikel 31.07.2017 Aka­de­mi­sche Gra­de / Amts­be­zeich­nun­gen

Akademische Grade werden in Deutschland nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Zusammenhang mit einer besonderen wissenschaftlichen Leistung durch Aushändigung einer Urkunde verliehen.

Akademische Grade sind hauptsächlich "Diplom", "Bachelor", "Magister", "Master" und "Doktor". Bei "Professor" kann es sich zugleich um eine Amtsbezeichnung handeln.

Inhaber akademischer Grade werden in Anschrift und Anrede mit dem ihnen verliehenen Grad genannt. Inhaber mehrerer akademischer Grade werden in der mündlichen Anrede nur mit dem höher zu bewertenden Grad angesprochen. In der Anschrift und schriftlichen Anrede werden die akademischen Grade in abgekürzter Form verwendet (z. B. "Dr."). Gebräuchliche Doktorgrade und ihre Abkürzungen finden sich in Kapitel 4 des Ratgebers.

Zum rechtlichen Hintergrund folgende Hinweise:

Nach § 1 des Gesetzes über die Führung akademischer Grade ist der Inhaber eines akademischen Grades berechtigt, den Grad zu führen. Dies geschieht meist dadurch, dass der akademische Grad dem Namen beigefügt wird, beispielsweise im Briefkopf, in der Anschrift und - vornehmlich bei Doktorgraden - in der Unterschrift.

Der Inhaber hat jedoch keinen Anspruch darauf, dass Dritte ihm gegenüber den akademischen Grad - etwa in der Anschrift oder der Anrede - gebrauchen. Ebenso wenig kann aus dem Führungsrecht ein Anspruch hergeleitet werden, den Grad in staatliche Urkunden oder Register aufzunehmen.

Akademische Grade sind keine Bestandteile des Familiennamens. Gleichwohl kann im Personalausweis und im Pass ein Doktorgrad im Feld "Familienname" eingetragen werden.

Die genaue Bezeichnung des Amtes oder des akademischen Grades ist in der jeweiligen Verleihungsurkunde aufgeführt.

Inhaber der Amtsbezeichnung "Professor" oder "Professorin" und von akademischen Graden (z. B. "Doktor" oder "Doktorin") werden in der mündlichen Anrede nur mit "Herr Professor" oder "Frau Professorin" angesprochen. In der Anschrift finden die abgekürzten Formen "Prof." und "Dr." Verwendung. In der schriftlichen Anrede wird die ausgeschriebene Form "Herr Professor" oder "Frau Professorin" verwendet.

Die weibliche Form des Doktorgrades ist dagegen in der schriftlichen und mündlichen Anrede noch weitgehend unüblich: z. B. Frau Doktor (nicht: Doktorin) Meier.

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