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Protokoll Inland der Bundesregierung Nachricht 02.02.2015 Staats­akt für Bun­des­prä­si­dent a. D.
Dr. Ri­chard von Weiz­sä­cker

Trauerfeierlichkeiten am 11. Februar 2015 in Berlin

Für den am 31. Januar 2015 verstorbenen Bundespräsidenten a. D. und früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin Dr. Richard von Weizsäcker hatte Bundespräsident Gauck am 31. Januar 2015 einen Staatsakt angeordnet. Das Bundesministerium des Innern wurde mit der Organisation der Trauerfeierlichkeiten beauftragt, die am Mittwoch, dem 11. Februar 2015, in Berlin stattfanden.

Für diesen Tag wurde die bundesweite Trauerbeflaggung der obersten Bundesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen, angeordnet.

Ablauf der Trauerfeierlichkeiten:

11:00 Uhr Trauergottesdienst im Berliner Dom
11:45 Uhr Staatsakt im Berliner Dom
12:45 Uhr Militärisches Abschiedszeremoniell vor dem Berliner Dom
13:30 Uhr Trauerempfang auf Einladung des Bundespräsidenten im Berliner Rathaus

Mitwirkende und Redner:

Mitwirkende am Trauergottesdienst um 11:00 Uhr waren:

Dr. Petra Zimmermann, Dompredigerin
Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD
Staats- und Domchor Berlin, Leitung: Prof. Kai-Uwe Jirka
Domorganist Prof. Dr. Andreas Sieling, Orgel
Stephan Rudolph, Trompete
Die Predigt hielt Dr. Martin Kruse, Bischof i. R.

Redner beim Staatsakt um 11:45 Uhr waren:

Dr. h. c. Joachim Gauck, Bundespräsident
Dr. Frank-Walter Steinmeier, MdB, Bundesminister des Auswärtigen
Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D.
Dr. Wolfgang Schäuble, MdB, Bundesminister der Finanzen

Das Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker übernahm die musikalische Gestaltung des Staatsaktes. Das Militärische Abschiedszeremoniell vor dem Berliner Dom wurde von einer Ehrenformation des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung und vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr durchgeführt.

Staatsakte und Staatsbegräbnisse als Formen staatlichen Zeremoniells werden nur selten angeordnet. Sie sind Ausdruck höchster Würdigung durch die Bundesrepublik Deutschland einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die sich hervorragend um das deutsche Volk verdient gemacht hat. In Anwesenheit der höchsten Repräsentanten der Verfassungsorgane des Bundes, von Hinterbliebenen, Weggefährten und Freunden sowie führenden Persönlichkeiten aus Politik, Religion, Wirtschaft und Kultur werden die Verdienste des Verstorbenen gewürdigt. Am Staatsakt nahmen hochrangige geladene Gäste und Repräsentanten aus dem In- und Ausland teil. Dazu gehörten neben den höchsten Repräsentanten der Verfassungsorgane zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung, Ministerpräsidenten der Länder, Botschafter sowie als ausländische Staatsgäste unter anderem der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, I. K. H. Prinzessin Beatrix der Niederlande, die ehemaligen Staatspräsidenten Vigdís Finnbogadóttir (Island), Ugo Mifsud Bonnici (Malta), Lech Wałęsa (Polen), Rudolf Schuster (Slowakei), Milan Kučan (Slowenien), Václav Klaus (Tschechische Republik), der ehemalige Premierminister Sir John Major, sowie S. K. H. Prinz Edward, Herzog von Kent (Großbritannien). Neben dem früheren luxemburgischen Premierminister und ehemaligen Präsidenten der EU-Kommission Jacques Santer, und dem früheren französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault nahm auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Dr. Thomas Bach teil.

Die Trauerfeierlichkeiten wurden vom ZDF und von den Sendern Phoenix, n-tv und N24 live im Fernsehen übertragen.

Zusatzinformationen

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