Rechtsgrundlagen der Beflaggung

Typ: Artikel , Schwerpunktthema: Beflaggung

Hier finden Sie Informationen über die maßgeblichen Anordnungen und Erlasse zur Beflaggung.

Bundesflagge Bundesflagge (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Quelle: Protokoll Inland

Artikel 22 Absatz 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland legt fest: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold". Der Regelung über die Bundesflagge ist damit Verfassungsrang eingeräumt worden.

Die zweite maßgebliche Vorschrift ist die vom Bundespräsidenten erlassene Anordnung über die deutschen Flaggen vom 13. November 1996, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt vom 20. November 1996 (BGBl. I Nr. 59 S. 1729), zuletzt geändert am 22. November 2005 (BGBl. I S. 3181).

Für die Beflaggung der Dienstgebäude aller Behörden und Dienststellen des Bundes sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen, ist der Erlass der Bundesregierung über die Beflaggung der Dienstgebäude des Bundes die wichtigste und für die Praxis relevanteste Rechtsgrundlage. Die Neufassung des Beflaggungserlasses vom 22. März 2005 wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht (BAnz. Nr. 61 S. 4982) und ist seit dem 2. April 2005 in Kraft.

Darüber hinaus sind drei weitere relevante Rechtsgrundlagen zu nennen:

  • das "Gesetz über das Flaggenrecht der Seeschiffe und die Flaggenführung der Binnenschiffe" in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3140), zuletzt geändert durch Artikel 2 Absatz 6 des Gesetzes vom 25. Juni 2009 (BGBl. I S. 1574);
  • die "Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstflagge der Seestreitkräfte der Bundeswehr" vom 25. Mai 1956 (BGBl. S. 447) und
  • die "Anordnung über die Stiftung der Truppenfahnen für die Bundeswehr" vom 18. September 1964 (BGBl. I S. 817).

Folgende Rechtsgrundlagen bestehen als Schutzvorschriften:

  • § 90a des Strafgesetzbuches (StGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. November 1998 (BGBl. I S. 3322), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2300);
  • § 124 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2353);
  • §§ 15 und 16 des Flaggenrechtsgesetzes (FlaggenRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3140), zuletzt geändert durch Artikel 2 Absatz 6 des Gesetzes vom 25. Juni 2009 (BGBl. I S. 1574);
  • §§ 8 und 145 des Markengesetzes (MarkenG) vom 25. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3082; 1995 I S. 156; 1996 I S. 682), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes vom 22. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2248).

Im föderalen Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland verfügen die Länder über eigene Zuständigkeiten im Bereich der Hoheitszeichen und demzufolge auch der Beflaggung. Aus diesem Grund entfalten weder die grundsätzlichen Bestimmungen noch die besonderen Beflaggungsanordnungen, die für den Bereich des Bundes erlassen werden, eine bindende Wirkung für die Länder und Gemeinden bzw. Gemeindeverbände. Gleichwohl orientieren sich diese weitgehend am Bund.